Test: Perixx PX-5200 (Mechanische Gaming Tastatur mit Beleuchtung und Cherry MX Blau-Switches)

Nun möchte ich mir mit der Perixx PX-5200 auch mal eine mechanische Gaming Tastatur mit weiß beleuchteten Tasten und hochwertigen Cherry MX Blue Switches anschauen. Kann das Produkt im Test überzeugen? 

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Canon EOS 600D (23mm, f/4, 1/60 sec, ISO800)
So sieht sie von oben aus: Die Perixx PX 5200.

Ich hatte schon einige Gaming-Tastaturen und kenne auch diverse Modelle, weil Freunde diese besitzen. Bislang habe ich eine Roccat Isku FX verwendet. Mich haben aber schon immer mechanische Tastaturen sehr interessiert, weshalb ich mir mit der Perixx einmal einen vielversprechenden Vertreter dieser Liga anschauen möchte. Im Folgenden möchte ich die Erfahrungen schildern, die ich mit dem Produkt gemacht habe.

Lieferumfang und Verarbeitung

Im Lieferumfang enthalten sind die Tastatur, ein Micro-USB Kabel zur Verbindung mit dem PC und ein Adapter, um diese auch an einer PS/2-Schnittstelle anschließen zu können. Eine Anleitung fehlt, ist meiner Meinung nach aber auch nicht notwendig. Die Handhabung ist bei dieser Tastatur sehr intuitiv. Wichtige Dinge werde ich im Folgenden aber auch erläutern.

Mich hat hierbei erstmal überrascht, dass das Kabel abnehmbar ist. Daraus ergibt sich aber auch der große Vorteil, dass man bei einem defekten Kabel einfach ein anderes nehmen kann und die Tastatur nicht gleich wegschmeißen muss. Außerdem spiele ich auch gerne mal mit Freunden und treffe mich dazu bei Ihnen. Für diesen Zweck habe ich einen Laptop, verwende aber gerne die Peripherie (Tastatur + Maus) an die ich mich gewöhnt habe. So könnte ich die Perixx auch einfach vom Kabel lösen und für diesen Zweck mit einem anderen einfach mitnehmen, ohne das Kabel immer hervor pfriemeln zu müssen. Eine Kleinigkeit, aber trotzdem eine Erwähnung wert, wie ich finde.

perixxx_mechanical_gaming_keyboard_5200-5 Canon EOS 600D (32mm, f/4.5, 1/60 sec, ISO800)

Das beigelegte Kabel wirkt dabei auch besonders hochwertig. Die Kontakte sind sogar vergoldet. Auch bei der Tastatur stimmt optisch auf den ersten Blick alles. Auch wenn die Tastatur eher auf ein simples Design setzt, macht sie doch einiges her. Vom Format her hat man sich das so vorzustellen, dass die Tastatur kaum größer ist, als sie es durch die darauf befindlichen Tasten zu sein hat. Im Vergleich zu anderen Tastaturen ist sie aber ein wenig schwerer. Das Layout ist selbstverständlich deutsch, alle Tasten befinden sich wo man diese erwarten würde. Zusätzlich zu den „Normalen“ gibt es aber auch 8 Makro-Tasten (M1-M8), welche sich neben dem Live-Aufnahme-Knopf oberhalb der Funktionstasten befinden. Außerdem gibt es eine spezielle Gamer-Modus Taste (G, oben rechts befindlich), mit der sich die Windows-Tasten deaktivieren lassen.  Bei diesem finden sich auch drei Tasten zur Regelung der Lautstärke (Leiser, Stumm, Lauter) über dem Nummernblock.

Der erste Eindruck, das Schreibgefühl

Der erste Eindruck der Tastatur war überragend. Ich hätte nicht gedacht, dass mechanische Switches so einen Unterschied zu üblichen darstellen. Das Tippgefühl ist aber gewaltig angenehm. Man gewöhnt sich recht schnell an den charakteristischen Anschlag der Cherry MX Blue-Switches. Und egal worauf man sich beziehen möchte – ob es ums Spielen oder das Text-Schreiben geht – man möchte die Tastatur tatsächlich nicht mehr missen. Beides geht sehr bequem von der Hand. Erwähnt sei an dieser Stelle aber, dass die Tastatur wesentlich lauter ist, wenn man sie mit nicht-mechanischen Modellen vergleicht. Bei einem Tastenanschlag ist ein „Klicken“ deutlich vernehmbar. Klingt aber auch sehr mächtig und ist eben eine Eigenschaft, die mit den Switches einhergeht. Dafür sollten diese aber auch deutlich robuster und somit langlebiger sein. Eine kleine Information am Rande.

Optik und Reinigung

Gut finde ich auch, dass die Oberfläche der Tastatur bis auf die geriffelten Stellen an der Oberseite neben den Makro-Tasten gänzlich auf Klavierlack verzichtet. Bei der Roccat Isku FX hatte ich stets mit Fingerabdrücken und Verschmutzungen zu kämpfen, die diese nur so magnetisch angezogen hat. Bei den kleinen Flächen kann dies nicht passieren. Trotzdem sieht die Perixx sehr modern aus, beispielsweise auch durch die alternative Schriftart auf den einzelnen Tasten.

Die Makro-Tasten

Das Besondere an den genannten Makro-Tasten ist, dass sich diese ohne jegliche Software verwenden lassen. Für einige mag das vielleicht auch ein Nachteil darstellen, da man so zum Beispiel auf keine Datenbank mit vordefinierten Makros zurückgreifen kann. Ich erachte dies aber als großen Vorteil. Zum einen brauch ich meinen PC nicht mit zusätzlichen Programmen zumüllen und zum anderen funktioniert die Live-Aufzeichnung von mal eben wichtigen Tastenfolgen mit dieser Tastatur einfach perfekt. Ich habe auch eine Roccat Isku FX, die über eine ähnliche Funktion verfügt. Dafür gibt es auf dieser ebenfalls eine Taste, um Live Makros aufzeichnen zu können. Anders als die Perixx braucht man dafür zum einen aber eben erstmal die Software und zum anderen zeichnet diese auch die Delays zwischen den Tastenanschlägen auf. In der Regel brauche ich die Makros aber ohne solche. Diese Verzögerungen rausschneiden zu müssen, halte ich daher eher für nervig und freue mich über die einfache aber zuverlässige Funktionsweise der Perixx.

Makros aufzeichnen

Zur Aufzeichnung braucht man nur die „MR“-Taste zusammen mit einer „M“-Taste drücken. Als optisches Feedback beginnt die „MR“-Taste darauf hin zu leuchten. Möchte man die Aufzeichnung abbrechen braucht man diese nur ein weiteres Mal anklicken. Sonst eben einfach das Makro eingeben und dann mit der „MR“-Taste bestätigen. Und Schwupps – Die eingegebene Tastenkombination oder der Text erscheint fortan beim Drücken der Makro-Taste.

Negativ: Die Beleuchtung, sehr hell, nicht regelbar

Der einzige valide Negativpunkt, den ich bei dieser Tastatur sehen würde, ist die Beleuchtung. Nicht die Beleuchtung an sich, die ist echt gut. Auch um einiges heller als die der Roccat Isku FX. Sie erstrahlt in einem schönen und kräftigen Weiß. Dieses Weiß kann manchmal aber einfach ZU kräftig sein. Man kann die Helligkeit aber leider nicht regeln. Ein bis zwei zusätzliche Tasten hierfür hätten das Produkt abgerundet. Ich sehe das aber nicht so kritisch. Ich arbeite und spiele sowieso stets in einem beleuchteten Zimmer. Auch wenn es halt mal nur die LED-Stripes sind, die ich hinterm Schreibtisch und Sofa angebracht habe (also relativ schwaches Licht), empfinde ich die Tastatur nicht als zu grell.

Mehr gibt es wohl nicht zu sagen. Sollten noch Fragen offen bleiben, oder die Rezension solche aufwerfen, würde ich mich über ein Kommentar sehr freuen.

Fazit

Die Tastatur ist sehr kompakt, ein bisschen schwer und von der Funktionsweise für manche wegen der fehlenden Software zu einfach. Aber hier kommt es wie gesagt einfach darauf an, was für jeden einzelnen wichtig ist. Wer eine erstklassige mechanische Tastatur mit Tastenbeleuchtung sucht, die sogar Live-Makro-Tasten in sich vereint, kann mit der Perixx zufrieden sein. Ich bin es jedenfalls. Vor allem das Tippgefühl der Cherry MX Blue-Switches möchte ich nicht mehr missen. Dagegen ist die Roccat Isku FX ein schlechter Witz, auch wenn diese auf den ersten Blick mehr Funktionen zu bieten scheint. Über die feinen Fehlerchen, die ich genannt habe, kann ich persönlich hinweg schauen. Wer diese Rezension aufmerksam gelesen hat, sollte in der Lage sein, selbst entscheiden zu können. Die Tastatur ist für mich jedoch eine Empfehlung wert.

Jens Jakob

Autor, Fotograf, Videoproduzent... und mehr - oder weniger. Ich mache, worauf ich Lust habe. Auf lichtbahn.de schreibe ich über eben solche vielseitige Themen, was mich interessiert, was ich mache und was mich antreibt. Viel Spaß beim Lesen!

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