Hyperion auf Raspberry Pi / RaspBMC installieren

Bei mir ist endlich nach etwa 40 Tagen die WS2801-LED-Kette eingetroffen, die ich bestellt habe. Damit möchte ich neben weiteren Komponenten wie einem Raspberry Pi das ganze Erlebnis ein wenig schöner gestalten und Philips Ambilight nachbauen. Als Software dahinter soll Hyperion werkeln. Deshalb möchte ich euch nun zeigen, wir ihr dies auf einem Raspberry Pi mit RaspBMC als OS am besten installiert. Weitere Informationen und Artikel folgen, wie man sieht aber nicht unbedingt in chronologischer Reihenfolge :P

Hyperion > Boblight

Alternativ könnte man auch Boblight verwenden. Angeblich ist Hyperion aber besser und vor allem Ressourcen schonender. Bekanntlich hat der Raspberry Pi in der Hinsicht auch nicht allzu viel zu bieten. Zudem konnte ich das Boblight Addon nicht zum Laufen bringen, während Hyperion sofort funktionierte und sogar über eine Android App steuerbar ist. Für mich letztendlich dadurch bereits die genialste Lösung.

Vorbereitung

Ich gehe davon aus, dass RaspBMC bereits auf dem Raspberry Pi installiert ist, bereits in das Heimnetzwerk eingepflegt wurde und gestartet wurde.

Die Installation wollen wir ferngesteuert an einem weiteren PC mittels SSH vornehmen. Unter Windows kann man dazu Putty verwenden.

Wir werden die IP des Raspberry Pis brauchen. Diese findet ihr in XBMC unter Einstellungen -> System Info. Merken oder bestenfalls aufschreiben.

Die Installation

  1. Starte Putty. Stelle eine Verbindung mit dem Rpi her. Dafür brauchst du nur die IP angeben.
  2. Log dich, nachdem die Verbindung aufgebaut wurde, mit deinen Daten ein. Sofern du diese nicht geändert hast sind das folgende:
    Nutzername: pi
    Passwort: raspberry
  3. Erstmal solltest du folgendes machen (Eintippen oder Kopieren und per Rechtsklick in Putty einfügen):
    1. Wir suchen nach Updates:
      sudo -s
      apt-get update
    2. Und installieren jene, die Hyperion benötigt:
      apt-get install libqtcore4 libqtgui4 libqt4-network libusb-1.0-0 libprotobuf7 ca-certificates
    3. Dann holen wir uns Hyperion:
      wget -N https://raw.github.com/tvdzwan/hyperion/master/bin/install_hyperion.sh
    4. Und installieren es schließlich:
      sh ./install_hyperion.sh

 Was dann?

Nun benötigt man noch eine Konfigurationsdatei. Diese kann man sich einfach durch die Java-Anwendung HyperCon erstellen lassen. Informationen dazu gibt es hier (englisch). Hier der Link zum Direkt-Download.

hypercon hyperion config

Mit HyperCon erstellen wir die Konfigurationsdatei für Hyperion.

Im Grunde müssen wir in diesem Programm aber auch nur unter „Hardware“ den Typ unserer LEDs als „WS2801“ angeben und angeben, wie viele LEDs wir jeweils horizontal und vertikal am TV platziert haben. Dann sollte es bereits funktionieren.

Wir erhalten eine hyperion.config.json.

Diese müssen wir nun beispielsweise per FTP in /etc/ auf dem Rpi ablegen. Fertig.

Nun noch ein Reboot und die LEDs werden bei Videos etc. wie gewollt aufleuchten.

sudo reboot

 

Aber wir können sie auch über Putty steuern und somit einmal testen.

Hyperion testen

Mit einem solchen Befehl können wir die LEDs über Putty fernsteuern.

hyperion-remote --priority 50 --color blue --duration 10000

In dem Beispiel sollten alle LEDs in der Farbe Blau genau 10 Sekunden lang aufleuchten.

Jens Jakob

Autor, Fotograf, Videoproduzent... und mehr - oder weniger. Ich mache, worauf ich Lust habe. Auf lichtbahn.de schreibe ich über eben solche vielseitige Themen, was mich interessiert, was ich mache und was mich antreibt. Viel Spaß beim Lesen!

Ein Kommentar:

  1. Pingback: USB Video Grabber für Hyperion vorbereiten - lichtbahn.de

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