Kurztest: NFC Tags! (Near Field Communication)

Vor ein paar Tagen bin ich mal wieder auf ein Thema gestoßen, das mich interessiert. Die NFC Funktion meines Smartphones (Samsung Galaxy S3). Ich habe mein S3 nun schon gut ein Jahr bei mir, diese Funktion seit ich es habe aber nicht einmal verwendet. Das wollte ich nun ändern und habe mir dazu kurzerhand bei Ebay zwei NFC Tag Aufkleber des Typs NXP NTAG203 mit lediglich 168 Bytes Speicher bestellt. 

Für 2,10€ inklusive Versand ist das meiner Meinung nach erstmal okay, um diese einmal auszuprobieren, bei Bestellungen in größeren Mengen kosten die NFC Tag Aufkleber aber auch wesentlich weniger.

Der Versand erfolgte sehr schnell: Bereits am nächsten Tag lag ein Brief mit den beiden NFC Tags drin im Briefkasten. So hat man es natürlich gerne. Nun möchte ich euch natürlich auch ein wenig von meinen ersten Erfahrungen mit diesen, bzw. auch der NFC-Technologie an sich, berichten. Vielleicht sind diese für den ein- oder anderen für verschiedene Zwecke ganz brauchbar.

Der Test der NFC Tags

Um es vorwegzunehmen: Ich bin von den kleinen Dingern förmlich begeistert. Sie lassen sich einfach beschreiben und verwenden und erleichtern somit einiges. Dabei nehmen sie auch keinen Platz weg, stören in keiner Weise und erhöhen auch den Akku-verbrauch nicht spürbar. Im Gegenteil: Es lassen sich sogar NFC Tags schreiben, die das „Akku sparen“ einfacher machen können. Ich werde mir in Zukunft auf jeden Fall noch einige weitere bestellen!

Reicht der Speicherplatz?

169 Bytes sind nicht viel. Dennoch lassen sich darauf doch einige Anweisungen für das Smartphone einspeichern.

Einen NFC Tag beschreiben

Ein NFC Tag lässt sich sehr einfach beschreiben. Laut Angaben auf Ebay übrigens bis zu 1000 mal. Bei wenigen Cents an Kosten für einen neuen Sticker zum Beispiel, ist dies meiner Meinung nach aber auch nicht ganz so wichtig. Zum Beschreiben eines NFC Tags braucht man jedenfalls eine passende App. Für Android kann ich die App „Trigger“ (früher NFC Task Launcher) empfehlen. Die App ist kostenlos im Google Play Store herunterladbar. Es existiert zwar auch eine Pro Version mit erweitertem Funktionsumfang, die normale Version deckt die NFC Tags aber bereits gut ab.

Hier startet man einfach die App Trigger, erstellt eine neue Aufgabe, weißt dieser einen Trigger (=Auslöser) zu, das kann eben beispielsweise ein NFC Tag sein (aber auch beispielsweise Zustandsabfragen bezüglich des WLANs, Akkustandes, der Zeit oder solchen Dingen)  und weißt diesem eine Anweisung zu, was geschehen soll. So lassen sich Einstellungen treffen, Apps starten und einiges mehr. Dann braucht man nur noch das Smartphone kurz auf den NFC Tag legen und dieser ist mit den neuen Funktionen bestückt.

Diesen NFC Tag kann man dann auch schon wie gewollt verwenden. Einfacher kann es eigentlich nicht sein! Solange man die Funktion eingeschaltet hat (und das Smartphone diese natürlich auch unterstützt), macht der Aufkleber nun genau das, was er soll, wenn man das Smartphone auf etwa 5mm (ziemlich mittig – in Relation zum Display) in dessen Nähe bringt.

Anwendungsbereiche

Die Anwendungsbereiche von NFC Tags sind vielzählig. Sie können nämlich wirklich etliche Dinge wesentlich beschleunigen. Hier mal ein paar Beispiele, wie man einen NFC Tag verwenden könnte.

Szenario #1 – Das WLAN und der Zugang..

Bekannte sind zu Besuch und hätten gerne Zugriff auf dein – natürlich gut gesichertes – WLAN Netzwerk haben. Man könnte den langen Sicherheitsschlüssel nun natürlich einfach abtippen oder sogar auswendig lernen und eintippen, alternativ ließe sich aber auch ein NFC Tag einrichten, der diesen Zugang direkt verteilt. Diesen Tag könnte man zum Beispiel auch sicher auf einer Plastikkarte aufbewahren – an sich eine coole Sache.

Szenario #2 – Einstellungssets anwenden

Wenn du zum Beispiel an einem bestimmten Ort (sei es Zuhause, im Auto oder sonst wo) dazu neigst, mehrere Einstellungen vorzunehmen, könnte dir ein NFC Tag sehr gelegen kommen. Du kannst mit der bloßen kurzen Berührung mit dem Smartphone mehrere Einstellungen durchführen lassen. Ein Aufkleber auf dem Nachttisch könnte das eigene Smartphone zum Beispiel auf den Schlaf vorbereiten und dieses beispielsweise stumm schalten, das Internet deaktivieren und für den nächsten Tag einen Wecker stellen.

Auch meine Tastatur kann jetzt NFC! Es startet sich bei Berührung die Roccat Power-Grid App auf dem Smartphone.

Canon EOS 600D (50mm, f/0, 1/50 sec, ISO1000)
Auch meine Tastatur kann jetzt NFC! Es startet sich bei Berührung die Roccat Power-Grid App auf dem Smartphone.

Aber.. die Möglichkeiten sind wirklich weit gefächert. Du kannst – wenn du magst – auch eine Menge anderer Dinge damit machen. Probiere es doch vielleicht auch mal aus und bestelle dir ein paar Aufkleber und lade dir die kostenlose App herunter. Erfahrungsberichte gerne in den Kommentaren gesehen!

Mehr zu NFC und NFC Tags vielleicht auch auf dem Blog hier..(Gäbe eventuell nämlich noch paar Fragen, die dieser Artikel offen lässt, zu denen man noch etwas sagen könnte.)

Jens Jakob

Autor, Fotograf, Videoproduzent... und mehr - oder weniger. Ich mache, worauf ich Lust habe. Auf lichtbahn.de schreibe ich über eben solche vielseitige Themen, was mich interessiert, was ich mache und was mich antreibt. Viel Spaß beim Lesen!

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