Ein bisschen Himmel.. Sterne fotografieren (Langzeitbelichtung)

Ich habe mir ja fest vorgenommen, auch mal mehr als nur ein paar gewählte Bilder zu veröffentlichen, wie ich das bisher mit ein paar wenigen auf Flickr so mache. Ehrlich gesagt habe ich dafür bisher die ganze Zeit auf etwas Schnee gewartet, um die erste Bildserie dieser Art auch zu einem bestimmten Thema machen zu können, weil ich sonst eigentlich weniger am Stück und bisher leider nicht besonders viel fotografiere. Aber mit Schnee ist diesen Winter bisher ja nichts gewesen. 

Nachtrag (13.08.2015): Es gibt nun einen zweiten Teil dieses Artikels mit neuen Bildern, den ihr euch hier anschauen könnt!

Die Alternative.. Mit der DSLR Sterne fotografieren (mehr oder weniger Sterne)

Heute Abend ist mir dann aber auch was schönes eingefallen, woran ich mich ab und an mal versuche, aber im Großen und Ganzen ebenfalls noch nicht sonderlich viele Erfahrungen sammeln konnte.. Aber deshalb macht man es ja ;)

Ich möchte euch – mir selbst aber auch – dabei meine Erfahrungen festhalten, die ich bisher so machen durfte. Wird sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich das versuche. Und vielleicht wollt ihr ja auch mal was ähnliches probieren oder kennt euch sogar bereits besser aus. Lasst es mich in diesem Fall doch wissen :D

Es fehlt uns Licht..

Es geht jedenfalls darum, Sterne zu fotografieren. An sich kann das schon ziemlich problematisch sein, alleine weil das wichtigste für die Fotografie bei dem Versuch fast komplett fehlt: Das Licht. In meinem Fall fotografiere ich dazu vorwiegend von meinem Balkon, was nicht gerade das beste ist. Es gibt durch Straßenlaternen und andere Beleuchtungen nämlich zu viel „fremdes“ Licht.

..zu viel Licht ist aber auch schlecht!

Eigentlich möchten wir nämlich nur das Licht der Sterne haben. Aber bevor ich mich nun dafür in die Kälte begebe und mir einen Standort abseits Ortschaften suche, probiere ich doch erst mal ein wenig hier herum. Problematisch ist aber in dem Zusammenhang vor allem die generelle Lichtverschmutzung in urbanen Gebieten (hier auch eine Karte). Dadurch, dass der Himmel nämlich so stark beleuchtet wird, sieht man die Sterne nicht.

Die Bilder

Sternenhimmel fotografieren, Langzeitbelichtung mit der DSLR

Alle Bilder in dieser Gallerie sind unbearbeitet und nicht beschnitten, an der einen oder anderen Stelle hätte man mit Lightroom in der Nachbearbeitung vielleicht noch was rausholen können, aber ich möchte diese ja später auch gerne noch als Vergleich verwenden können :)

So habe ich es gemacht!

Um den Schein der Sterne einfangen zu können, müssen wir aber schon mal Langzeitbelichtungen wählen, weil man sonst überhaupt kein Licht auf den Sensor der Kamera bekommt.. Und da fangen auch die Probleme schon an ;) 

Die Bilder oben habe ich mit meiner EOS 600D im BULB Modus geschossen. Weiterhin habe ich dabei ein einfaches Stativ und einen kabel-gebundenen Fernauslöser benutzt. Das wars auch schon seitens der Ausrüstung.

Einstellungen: Möglichst kleine Blendenzahl.. bei 18mm. ISO 800-1600 bei diesen Versuchen, weil ich die Sterne ja möglichst als Punkt haben möchte. Belichtungen von ca. 18 Sekunden bei den ersten Bildern, bei den anderen sollte ich das angegeben haben.

Was man sonst noch braucht: Einen reinen klaren Himmel, ein möglichst lichtstarkes Weitwinkel-Objektiv und Geduld.

Die Bedingungen, die Schwierigkeit..

Bei dem ganzen Unterfangen muss das Objekt, das wir fotografieren wollen (in dem Fall empfehlen sich vor allem Landschaften) und die Kamera selbst komplett still stehen. An einigen Abenden kann – vor allem bei der Verwendung von billigen Stativen – zum Beispiel der Wind bereits äußerst gemein sein. Auf der anderen Seite bewegen sich die Sterne aber auch! Und das sieht man leider auf jedem meiner Bilder, wenn man genau hinschaut.

Diesen Effekt kann man sich bei sehr langen Belichtungen aber auch zunutze machen.. Aber davon an anderer Stelle mal mehr (Stichwort star trail).

Das richtige Objektiv, um Sterne zu fotografieren?

Der Grund dafür ist einfach: Ich muss ja leider mit dem EF-S 18-55mm IS II (dem Kit-Objektiv) arbeiten, wegen des Weitwinkel-Bereichs, und das ist nicht das lichtstärkste. Daher muss ich selbst bei hohen ISO-Werten trotzdem ziemlich lange belichten. Je nach Brennweite und Lichtstärke ergibt sich eine bestimmte Zeit, die man belichten kann, bevor Bewegungen der Sterne auf dem Bild sichtbar werden. Diese ist für meine Zwecke aber bei dem Objektiv definitiv zu kurz.

Dann kamen die bösen Wolken..

Später war der Himmel dann leider nicht mehr so schön klar, es zogen Wolken auf und schoben sich schön in den Bereich, den ich fotografieren wollte. Dabei hatte ich mir zuvor so viel Mühe gegeben diesen Baum bei der Dunkelheit scharf gestellt zu bekommen! Deshalb wollte ich es auch nicht dabei belassen und habe anfangs ein wenig gewartet, ob die Wolken nicht weiterziehen und ich nochmals freie Sicht auf die Sterne bekomme..

Dem war leider nicht so. Das hat mich dann aber auch nicht weiter gestört, sondern viel mehr zu weiteren Experimenten verleitet. Denn bei längeren Belichtungen sehen die wenigstens auch ein wenig interessant aus.. Finde ich jedenfalls :D Nicht ganz so schön, wie so ein Sternenhimmel (bei vielleicht bei noch längeren Belichtungen) gewesen wäre, aber kann man nichts machen. Passt schon :D

 

Jens Jakob

Autor, Fotograf, Videoproduzent... und mehr - oder weniger. Ich mache, worauf ich Lust habe. Auf lichtbahn.de schreibe ich über eben solche vielseitige Themen, was mich interessiert, was ich mache und was mich antreibt. Viel Spaß beim Lesen!

2 Kommentare:

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